Meine Themen für Tempelhof

Klare Positionen. Konkrete Ziele.

Auf einem Wahlplakat ist nur Platz für wenige Worte. Hinter meinen Plakaten stehen aber konkrete Themen, die die Menschen in Tempelhof unmittelbar betreffen. Deshalb möchte ich hier ausführlicher erklären, wofür meine Botschaften stehen, was bereits erreicht wurde und wofür ich mich weiter einsetzen werde.

Gartenstadt statt Punkrock

Kein Haus der Jugend am Werner-Voß-Damm

Kinder und Jugendliche brauchen gute Angebote und Orte, an denen sie sich treffen können. Aber nicht jeder Standort eignet sich für jedes Angebot.

Das geplante Haus der Jugend am Werner-Voß-Damm soll mitten in einem ruhigen Wohngebiet entstehen. Zu den vorgesehenen Nutzungen gehören auch Proben, Veranstaltungen und Punkrock-Konzerte. Für die unmittelbar angrenzenden Anwohner würde dies eine erhebliche und dauerhafte zusätzliche Belastung bedeuten.

Deshalb lehne ich den Bau eines Hauses der Jugend an diesem Standort ab.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ich Jugendangebote ablehne. Im Gegenteil: Gute Jugendarbeit braucht geeignete Räume und Standorte, an denen sich Angebote entwickeln können, ohne neue dauerhafte Konflikte mit Anwohnern zu schaffen.

Mein Standpunkt

Jugendangebote ja. Dieser Standort nein.

Gartenstadt statt Punkrock.

Verkehrsberuhigung in der Gartenstadt

Das Bezirksamt hatte genug Zeit. Jetzt muss gehandelt werden.

Seit Jahren warten die Anwohner der Gartenstadt auf wirksame Maßnahmen gegen Durchgangsverkehr und zu hohe Geschwindigkeiten. Viele Autofahrer nutzen die kleinen Wohnstraßen als Abkürzung. Das belastet die Menschen, die dort leben, und gefährdet insbesondere Kinder und ältere Menschen. Ich möchte, dass die Gartenstadt wieder ruhiger und sicherer wird. Dazu gehören weniger Schleichverkehr, mehr Geschwindigkeitskontrollen und eine Verkehrsführung, die den Charakter dieses Wohngebietes schützt.

Dabei geht es mir ausdrücklich um eine Verkehrsberuhigung mit Vernunft. Die Häuser müssen für Anwohner erreichbar bleiben. Auch Feuerwehr, Rettungsdienste und die BSR müssen ihre Aufgaben weiterhin zuverlässig erfüllen können.

Mein Ziel

Weniger Durchgangsverkehr, niedrigere Geschwindigkeiten und mehr Sicherheit, ohne die Gartenstadt abzuriegeln.

Die Menschen warten lange genug. Die Verkehrsberuhigung muss endlich umgesetzt werden.

Tempelhofer Damm

Wer Parkplätze streicht, schafft keinen Verkehr ab!

Der Tempelhofer Damm ist nicht nur eine wichtige Verkehrsachse, sondern auch die zentrale Einkaufsstraße unseres Ortsteils.

Eine Einkaufsstraße lebt davon, dass Kunden ihre Geschäfte erreichen können. Das gilt für Familien mit größeren Einkäufen ebenso wie für Senioren, Handwerker und Menschen, die nicht jeden Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen können.

Seit dem Wegfall von rund 300 Parkplätzen im Jahr 2022 hat sich die ohnehin schwierige Situation vieler Geschäfte weiter verschärft. Die Auswahl an Einzelhändlern und Geschäften für den täglichen Bedarf wird kleiner.

Die CDU hat das Berliner Mobilitätsgesetz geändert und damit wieder mehr Spielraum geschaffen, die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort zu berücksichtigen. Diesen Spielraum möchte ich nutzen, um wieder Kurzzeitparkplätze am Tempelhofer Damm zu schaffen. Auch beim fließenden Verkehr haben wir etwas erreicht: Auf einem Abschnitt des Tempelhofer Damms gilt tagsüber wieder Tempo 50.

Mein Ziel

Eine lebendige Einkaufsstraße, die für Kunden, Gewerbetreibende und Anwohner gut erreichbar bleibt.

Parkplätze und eine funktionierende Hauptstraße sind kein Gegensatz zu moderner Verkehrspolitik.

Wenckebach bleibt Gesundheitsstandort

Gesundheit und Pflege statt fachfremder Nutzung

Das ehemalige Wenckebach-Krankenhaus ist kein verlassener oder bedeutungsloser Standort. Geriatrie, Hospiz und Psychiatrie sind weiterhin auf dem Gelände vertreten und leisten wichtige Arbeit für Tempelhof.

Seit der Wiederholungswahl konnten wir verhindern, dass auf dem Gelände eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet wird. Auch die Einrichtung einer Obdachlosenunterkunft lehne ich ab.

Stattdessen wurde am Standort eine dringend benötigte Tages- und Kurzzeitpflege ermöglicht. Damit werden Pflegebedürftige versorgt und Angehörige entlastet. Für mich zeigt das, welche Richtung Wenckebach nehmen sollte.

Tempelhof benötigt auch künftig wohnortnahe medizinische Versorgung, Pflegeangebote und Einrichtungen, die Menschen im Alter oder bei Krankheit unterstützen.

Mein Ziel

Das Wenckebach-Gelände soll langfristig ein Standort für Gesundheit, Medizin, Therapie und Pflege bleiben.

Wenckebach muss Gesundheit und Pflege dienen.

Alleinerziehende stärken

Alleinerziehend darf nicht allein gelassen heißen.

Berlin ist in besonderem Maße von der Lebensrealität Alleinerziehender geprägt. Rund 155.000 Ein-Eltern-Familien leben in unserer Stadt. Etwa die Hälfte von ihnen kann ihren Lebensunterhalt nicht vollständig aus eigenem Einkommen bestreiten und ist auf existenzsichernde oder ergänzende Sozialleistungen angewiesen. Viele Alleinerziehende arbeiten und tragen gleichzeitig nahezu allein die Verantwortung für Kinder, Haushalt und die Organisation des Familienalltags.

Trotzdem reicht das Einkommen häufig nicht aus. Hohe Wohnkosten, eingeschränkte Arbeitsmöglichkeiten durch fehlende oder unflexible Betreuung und ausbleibende Unterhaltszahlungen verschärfen die Situation. Diese Eltern leisten enorm viel für ihre Kinder und für unsere Gesellschaft.

Für mich ist deshalb klar: Wer jeden Tag diese Verantwortung trägt, braucht Unterstützung, die im Alltag tatsächlich ankommt.

Bezahlbares Wohnen sichern

Gerade Alleinerziehende sind von hohen Wohnkosten besonders betroffen. Wir brauchen deshalb mehr bezahlbaren Wohnraum und eine stärkere Berücksichtigung von Ein-Eltern-Familien bei der Wohnungsvermittlung.Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, Alleinerziehende bei der Vergabe von Wohnberechtigungsscheinen stärker zu berücksichtigen und bei Neubauprojekten Kontingente für Ein-Eltern-Familien vorzusehen. Auch kurzfristig verfügbare Übergangswohnungen können Familien helfen, die sich plötzlich in einer akuten Notlage befinden.

Kinderbetreuung muss zum Leben passen

Eine Kinderbetreuung, die endet, bevor der Arbeitstag vorbei ist, hilft Alleinerziehenden wenig.Deshalb müssen Betreuungsangebote verlässlicher und insbesondere in den Randzeiten flexibler werden.Familienzentren, Kitas und Grundschulen können stärker miteinander verzahnt werden. Gleichzeitig müssen Anträge und Verwaltungsverfahren einfacher und digitaler werden. Eltern sollen ihre knappe Zeit mit ihren Kindern verbringen können und nicht mit unnötiger Bürokratie.

Beratung aus einer Hand

In allen zwölf Berliner Bezirken gibt es Koordinierungsstellen für Alleinerziehende. Diese Angebote müssen besser miteinander vernetzt und leichter zugänglich werden. Beratung zu Existenzsicherung, Unterhalt, Gesundheit und Kinderbetreuung sollte möglichst gebündelt angeboten werden. Familien dürfen nicht von Behörde zu Behörde geschickt werden, um die Unterstützung zu erhalten, die ihnen zusteht. Familienservicebüros und Familienzentren können dabei zu zentralen Anlaufstellen werden.

Unterhalt muss beim Kind ankommen

Viele Alleinerziehende erhalten vom anderen Elternteil keinen oder keinen ausreichenden Kindesunterhalt.Dann muss häufig der Staat mit Unterhaltsvorschuss einspringen. Ich möchte, dass Unterhaltsansprüche konsequenter durchgesetzt werden. Es darf nicht selbstverständlich werden, dass ein Elternteil seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und die finanzielle Verantwortung beim alleinerziehenden Elternteil und letztlich bei der Allgemeinheit landet.

Kindern gleiche Chancen ermöglichen

Kinder dürfen keine schlechteren Startbedingungen haben, nur weil sie in einer Ein-Eltern-Familie aufwachsen. Deshalb brauchen wir niedrigschwelligen Zugang zu guter frühkindlicher Bildung, Kita-Sozialarbeit und funktionierende Unterstützungsangebote. Gute Betreuung hilft dabei doppelt: Sie unterstützt die Entwicklung der Kinder und ermöglicht dem alleinerziehenden Elternteil gleichzeitig, einer Arbeit nachzugehen oder den Beschäftigungsumfang auszuweiten.

Mein Ziel

Alleinerziehende brauchen keine Sonderbehandlung, sondern faire Voraussetzungen, um ihr Leben selbstständig gestalten zu können.

Dazu gehören:

– bezahlbarer Wohnraum

– verlässliche und flexible Kinderbetreuung

– weniger Bürokratie

– bessere und gebündelte Beratung

– konsequente Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen

– bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Alleinerziehende leisten jeden Tag enorm viel. Politik muss ihnen den Rücken freihalten, statt ihnen zusätzliche Hürden in den Weg zu stellen.

Damwild zurück in den Franckepark

Mehr Freizeitangebote für Tempelhof

Tempelhof braucht wieder mehr attraktive Freizeitangebote. Das gilt für Familien mit Kindern, aber ebenso für Jugendliche, Erwachsene und Senioren.

Der Franckepark bietet dafür großes Potenzial.

Das Damwild war von 1929 bis 2019 eine echte Tempelhofer Institution. Über Jahrzehnte gehörten die Tiere und das Gehege zum Franckepark. Generationen von Tempelhofern verbinden damit persönliche Erinnerungen.

Ich möchte diese Tradition wieder aufleben lassen und mich dafür einsetzen, erneut ein artgerechtes Tiergehege zu schaffen und möglichst auch das Damwild zurückzubringen.

Dabei geht es mir um wesentlich mehr als Nostalgie.

Tiere können Kindern Respekt und Verantwortung vermitteln

Ein Tiergehege bietet Kindern die Möglichkeit, Tiere unmittelbar zu erleben.

Sie können lernen, Lebewesen zu respektieren, sich an ihnen zu erfreuen und Verantwortung zu übernehmen. Gerade in einer Großstadt ist dieser direkte Kontakt mit Tieren nicht für jedes Kind selbstverständlich.

Rund um ein neues Tiergehege sind deshalb zahlreiche soziale und pädagogische Projekte denkbar.

Dazu könnten beispielsweise Tierpatenschaften gehören. Auch Kooperationen mit Schulen, Kitas, Seniorenangeboten oder sozialen Einrichtungen sind vorstellbar.

Kinder könnten altersgerecht an Themen wie Tierpflege, Natur und Verantwortung herangeführt werden. Gleichzeitig könnte ein solches Projekt Begegnungen zwischen unterschiedlichen Generationen schaffen.

Aus einem Tiergehege kann damit ein Ort für Freizeit, Umweltbildung, Begegnung und soziales Engagement entstehen.

Auch der Franckepark selbst muss sauberer werden

Zu einem attraktiven Park gehört auch Sauberkeit.

Der Franckepark muss deshalb in das erweiterte Reinigungsprogramm der BSR aufgenommen werden. Dieses Programm wurde geschaffen, um Berliner Parks dauerhaft sauberer und gepflegter zu halten.

Der Bezirk hat dafür bislang ausschließlich Parks in Schöneberg ausgewählt. Tempelhof darf hier nicht leer ausgehen.

Mein Ziel

Ich möchte den Franckepark wieder stärker zu einem Ausflugs- und Freizeitort für Tempelhof machen.

Dabei geht es nicht darum, einfach den Zustand von früher zu kopieren. Wir können eine Tempelhofer Tradition mit neuen sozialen, pädagogischen und generationsübergreifenden Angeboten verbinden.

Damwild zurück in den Franckepark. Für mehr Freizeit, Begegnung und ein Stück Tempelhofer Tradition.

Für Tempelhof. Nicht nur auf dem Plakat.

Meine Wahlplakate zeigen bewusst klare Positionen. Dahinter stehen Themen, mit denen ich mich als direkt gewählter Abgeordneter beschäftige und bei denen ich weiter Druck machen werde.

Tempelhof ist meine Heimat. Deshalb geht es mir nicht um abstrakte Debatten, sondern darum, was sich ganz konkret in unseren Straßen, Parks und Kiezen verbessern muss.

Aus Tempelhof. Für Tempelhof.