Frische Luft für den Platz der Luftbrücke – Projekt soll Viertel wohnlicher machen


Luhmann vor Ort (links). Baustellen verlangen den Bürgern einiges ab. Fotos: Mareike Hartwig
Die Baustelle in der Manfred-von-Richthofen-Straße ist Teil des großen Umbauprojekts am Platz der Luftbrücke. Die Arbeiten haben im März dieses Jahres begonnen und betreffen aktuell vor allem den nördlichen Teil der Straße. Momentan (Stand Mai 2026) finden umfangreiche Tiefbauarbeiten statt. Die Berliner Wasserbetriebe arbeiten an den Leitungen, und gleichzeitig verlegt die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg neue Gasleitungen. Durch die Bündelung dieser Arbeiten soll die Gesamtdauer der Sperrungen verkürzt werden. Seit April 2026 sind Teile der Gehwege gesperrt. Es wurden provisorische, etwa zwei Meter breite Gehwege eingerichtet, damit Kinderwagen und Rollstühle durchkommen. Da die Müllabfuhr die Häuser teilweise nicht direkt anfahren kann, gibt es zentrale Sammelstellen für Mülltonnen.
„Auch ökonomisch bringt das Projekt Mehrwerte: Die Maßnahmen stärken den lokalen Einzelhandel in der Manfred-von-Richthofen-Straße, denn die Aufenthaltsqualität für Kunden und Passanten wird gesteigert. Mit neuen Ladezonen und Kurzzeitparkplätzen entsteht eine lebendige, einladende Geschäftsstraße.“
Aus der Projektbeschreibung von Grün-Berlin

Das betroffene Gebiet. Grafik: Grün Berlin
Wozu das Ganze?
Die Straße wird grundlegend umgestaltet, um mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen, sie soll städtischer werden. 1. Die Fahrbahn wird verschmälert, um Platz für breitere Gehwege und neue Fahrradschutzstreifen zu schaffen. 2. Es werden sogenannte Tiefbeete (Regengärten) angelegt, die Regenwasser speichern und das Mikroklima verbessern; neue Bäume werden gepflanzt. 3. Es entstehen insgesamt 200 neue Fahrradständer und spezielle Ladezonen für den Lieferverkehr (bis 7,5 Tonnen), um das Parken in zweiter Reihe zu reduzieren.
Zeitplan & Kosten
Der erste große Bauabschnitt (westlicher Bereich/Manfred-von-Richthofen-Straße) soll bis Anfang 2028 fertig sein. Die gesamte Umgestaltung des Areals zieht sich voraussichtlich bis zum Jahreswechsel 2027/28 hin. Das Projekt kostet insgesamt rund 6,3 Millionen Euro, wobei ein Großteil durch EU-Fördermittel finanziert wird.
Aktuelle Infos und kurzfristige Änderungen zum Bauablauf werden regelmäßig über den Projekt-Ticker von Grün Berlin veröffentlicht auf www.gruen-berlin.de. Damit in der langen Bauphase es für die Anwohner nicht allzu chaotisch wird, wird ein Ansprechpartner bei der Koordination von Umzügen oder Lieferungen helfen. Auch auf der Webseite des Abgeordneten Frank Luhmann wird es Infos geben. Als gewählter Vertreter der Bürger Tempelhof-Nords liegt ihm daran, dass das Ganze möglichst reibungslos und im Plan abläuft. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Baustellen fristgerecht fertig werden, wenn sich auch die Lokalpolitik für sie interessiert. Versprochen wird in einem Schreiben an die Anwohner: „Schon vor dem Beginn der Bauarbeiten haben wir uns eng mit Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Müllabfuhr (u.a.) abgestimmt. So stellen wir sicher, dass die Grundversorgung stets gesichert bleibt – während der gesamten Bauzeit hat dies höchste Priorität. […] Alle Haus- und Geschäftseingänge [sollen] in jeder Bauphase erreichbar bleiben. Dafür richten wir bei Bedarf provisorische Zugänge ein, sodass die Erreichbarkeit dauerhaft gesichert ist.“ Luhmann wird schauen, ob dieses Versprechen gehalten wird, und ein offenes Ohr haben für Bürgersorgen, falls es zu Problemen vor Ort kommt.