Ein starkes Signal für die Gesundheitsversorgung in Tempelhof
Liebe Tempelhoferinnen und Tempelhofer,
die medizinische Versorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Kapazitätsengpässe, Klinikschließungen und längere Wege für Patientinnen und Patienten sind leider eine zunehmende Realität. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem Ausbau des St. Joseph Krankenhauses (SJK) in Tempelhof ein bedeutender Schritt zur Sicherung und Verbesserung der Gesundheitsversorgung unternommen wird.

Wie der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Guido Pschollkowski, betont, ist dieser Ausbau unter gesundheitspolitischen Gesichtspunkten absolut zu begrüßen. "Besonders nach der Auslagerung und Schließung wichtiger Abteilungen im Wenckebach-Klinikum (WBK) ist es entscheidend, dass im SJK neue, erweiterte medizinische Versorgungsmöglichkeiten entstehen und vor allem die Notaufnahme ausgebaut wird," so Pschollkowski.
Als Ihr Abgeordneter für Tempelhof-Nord begrüße ich dieses Vorhaben ausdrücklich! Die Erweiterung des St. Joseph Krankenhauses bringt spürbare Verbesserungen für unsere medizinische Versorgung. Gleichzeitig nehme ich die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner sehr ernst – insbesondere in Bezug auf mögliche Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten. Deshalb ist es mir wichtig, dass die Planungen transparent kommuniziert und berechtigte Anliegen berücksichtigt werden.
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1. Ein breiteres Behandlungsangebot direkt vor Ort
Mit der Integration des Franziskus-Krankenhauses in das SJK erweitert sich das medizinische Angebot in Tempelhof erheblich:
✅ Mehr Fachrichtungen und ein größeres Angebot – insbesondere in den Bereichen Urologie, Gefäßerkrankungen, Schmerzmedizin und Palliativmedizin. ✅ Stärkung der ambulanten Versorgung – neben stationären Behandlungen wird es ein umfangreiches Angebot an Fachärztinnen und -ärzten geben, die medizinische Beratung und Behandlung direkt vor Ort anbieten. ✅ Weniger Wege, kürzere Wartezeiten – Patientinnen und Patienten können sich in ihrem eigenen Stadtteil medizinisch versorgen lassen, ohne auf spezialisierte Fachbereiche verzichten zu müssen.
Damit wird der Versorgungsrückgang durch die Veränderungen am WBK teilweise kompensiert, was insbesondere für Tempelhof von großer Bedeutung ist.

MdA Frank Luhmann, BV Lisa Glowatz (Vors. GesAusschuss) und BV Guido Pschollkowski zu Besuch im St. Joseph Krankenhaus
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2. Ausbau der Notaufnahme – Ein Gewinn für ganz Tempelhof
Ein besonders wichtiger Punkt ist der deutliche Ausbau der Zentralen Notaufnahme:
✅ Ein neuer Schockraum sorgt für eine schnellere Erstversorgung schwer verletzter und lebensbedrohlich erkrankter Patientinnen und Patienten. ✅ Mehr Behandlungsplätze bedeuten kürzere Wartezeiten und eine bessere Notfallversorgung.
Dies stärkt nicht nur die medizinische Infrastruktur für Tempelhof, sondern auch für den gesamten Bezirk.
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3. Mehr Platz für werdende Eltern – Ausbau des Kreißsaals
Das SJK ist bereits das geburtenstärkste Krankenhaus in Berlin und Brandenburg. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wird der Kreißsaal auf elf Entbindungsräume erweitert. Das bedeutet:
✅ Mehr Platz und Komfort für werdende Eltern ✅ Verbesserte Betreuung durch zusätzliches medizinisches Personal ✅ Kürzere Wartezeiten für Schwangere
Damit bleibt Tempelhof ein bedeutender Standort für die Geburtshilfe in Berlin.
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4. Ein Glücksfall für Tempelhof angesichts der Krankenhausreform
Wie Guido Pschollkowski richtig betont, wird das Angebot an Krankenhäusern in Deutschland durch die Krankenhausreform generell schrumpfen. Schließungen, Spezialisierungen und damit schlechtere Erreichbarkeiten werden die Folge sein.
Umso wichtiger ist es, dass mit dem Ausbau des St. Joseph Krankenhauses ein starkes Gegengewicht geschaffen wird:
✅ Sicherung eines breiten medizinischen Angebots in Tempelhof ✅ Erhalt der wohnortnahen medizinischen Versorgung trotz bundesweiter Klinikschließungen ✅ Stärkung der stationären und ambulanten Behandlungsstrukturen
In vielen Regionen Deutschlands kämpfen die Menschen mit dem Abbau von Krankenhausstandorten – in Tempelhof haben wir die einmalige Chance, das Angebot sogar auszubauen.
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5. Moderne Architektur – Mehr Platz, aber keine Schatten für Anwohner
Neben der medizinischen Bedeutung trägt der Neubau auch zur stadtbildlichen Aufwertung Tempelhofs bei. Die Architektur ist modern und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.
✅ Trotz einer größeren Grundfläche bleibt sichergestellt, dass die Wohnungen in der Wintgensstraße nicht verschattet werden. ✅ Durch eine leichte, durchlässige Bauweise mit Sichtachsen wirkt das Gebäude optisch ansprechend.
Diese durchdachte Architektur zeigt, dass hier nicht nur medizinisch, sondern auch städtebaulich mit Weitblick geplant wird.
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6. Sorgen der Anwohner ernst nehmen – Baustelle mit Augenmaß
Ich verstehe, dass ein Bauprojekt dieser Größe auch Herausforderungen mit sich bringt. Lärm, Verkehrsbehinderungen und mögliche Beeinträchtigungen für Anwohner müssen so gering wie möglich gehalten werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass:
✅ Transparenz und regelmäßige Informationen für die Anwohner sichergestellt werden. ✅ Verkehrslenkende Maßnahmen geprüft werden, um Belastungen durch Baustellenverkehr zu minimieren. ✅ Bürgeranliegen ernst genommen werden, um einen fairen Ausgleich zwischen Fortschritt und Lebensqualität zu schaffen.
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Fazit: Ein Krankenhaus-Ausbau, der Tempelhof voranbringt!
Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen ist dieser Ausbau ein echter Glücksfall für Tempelhof. Während viele Regionen unter Klinikschließungen leiden, sichern wir hier die Zukunft der medizinischen Versorgung:
✅ Mehr medizinische Kapazitäten und Fachrichtungen ✅ Ein breiteres ambulantes Angebot direkt vor Ort ✅ Eine modernisierte Notaufnahme mit Schockraum ✅ Bessere Geburtshilfe durch mehr Kreißsäle ✅ Eine architektonisch durchdachte Lösung, die das Stadtbild aufwertet
Ein Baustopp wäre nicht nur eine verpasste Gelegenheit, sondern ein schwerer Rückschlag für die Gesundheitsversorgung in unserer Region. Ich werde mich weiterhin mit Nachdruck für dieses zukunftsweisende Projekt einsetzen, aber auch darauf achten, dass die Interessen der Anwohner gewahrt bleiben.
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